Thema Realschule in Zell-Weierbach

20. Februar 2019

Schulhistorie:

  • Weingartenschule ab 1967 als Hauptschule für die drei Reblandorte ZW, RA, FE
  • Teilweise über 600 Kinder in den bisherigen Räumlichkeiten incl. Schulmuseum
  • Werkrealschule auch für die Gemeinden Durbach und Ortenberg
  • Wegfall der Grundschulempfehlung
  • Letzte Klasse der WRS im Jahr 2018 verabschiedet,
  • Verlust von Infrastruktur
  • Schwächung Ortsteile / Rebland

Fraktionsübergreifender Antrag der Offenburger Gemeinderatsfraktionen zur Haushaltsanmeldung im Frühjahr 2018 :

„Standort Zell-Weierbach wird favorisiert!“

Was ist am Standort derzeit vorhanden und muss ohne Einschränkungen auch bleiben:

  • TOP-Grundschule mit derzeit 133 Schüler
  • Hort mit 50 Plätzen (Erweiterung dringend erforderlich da bereits jetzt für Herbst große Warteliste)
  • Hector-Akademie
  • Kita

Hinweis auf Verwaltungsvorlage: Vorschlag EKRS in OG

  • Zuständigkeit der Ortschaftsräte bei wichtigen Angelegenheiten
  • Kritik an Bewertung der Verwaltung
  • Kein Verkehrskonzept für ZW
  • Keine weiteren Maßnahmen für Weingartenschule bei Schulbau in Offenburg (weder Verkehr noch Schulhaus)
  • Umbau Kaserne in OG während Schulbetrieb
  • Ungeklärte Grundstücksverhältnisse in OG
  • Fehlender B-Plan in OG
  • Anwohner bezügl. Wegfall der Eisenbahnergärten
  • Ungünstige Verkehrs- und Ortslage, nicht zentrumsnah der EKRS, AFS und BH
  • Stellungnahme EKRS, BH, Schulamt
  • Stellungnahme Weingartenschule
  • Radius von Weingartenschule 2 km geht bis oberstes Haus Riedle und im Westen bis Moltkestraße, sowie gesamt Rammersweier und Fessenbach, 2,5 km bis Bahngraben, 3 km incl. Durbach und Ortenberg

Vorteile für Realschulstandort Zell-Weierbach

  • Optimale pädagogische Arbeit für Realschule
  • Volle Realisierung der pädagogischen Konzepte
  • Dadurch Überdurchschnittliche Qualität der Realschule (Leuchtturmprojekt)
  • Hervorragende Qualität des natürlichen Außengeländes
  • Schnelle Verbesserung der prekären Situation
  • Raumreserven können geschaffen werden
  • Förderlich für dörfliche Infrastruktur (auch Geschäfte) in Zell-Weierbach
  • Pädagogik im Grünen
  • Städtepartnerschaften können wieder belebt werden
  • Vereinskooperationen werden optimiert
  • Keine weiten Schulwege für Kinder aus dem Rebland (derzeit müssen jeden Schultag 575 Kinder aus dem Rebland in die Stadt auf weiterführende Schulen – ohne Zahlen aus Durbach und Ortenberg)
  • Mehr Kinder aus dem Rebland besuchen örtliche Schule
  • Sportmöglichkeiten in Turnhalle und nahem Sportplatz besser
  • Gute Busverbindung
  • Inklusion Umsetzung möglich
  • Mehr Akzeptanz für Grundschulempfehlung
  • Keine Konkurrenz mit Privatschulen wegen hoher Qualität
  • Stärkung der Ortsteile
  • Starker Bildungsstandort
  • Bessere Zubringmöglichkeit für externe Schüler mit ÖPNV da gegenläufig zum Berufsverkehr
  • Kein Nachteil wegen Wegfall der Werkrealschule
  • Barrierefrei durch Neubau
  • Kein Grunderwerb erforderlich da eigene Flächen außerhalb des Schulhofes vorhanden sind
  • wenig Störung des Schulbetriebes bei der Bauphase, da andere Zufahrt und bisherige Gebäude nicht tangiert werden

Derzeitige Schwachpunkte / erforderliche Maßnahmen (lösbare Aufgaben)

  • Zugangsbereich zur Schule ausbauen / Trennung von Fußgängern und Pkw, Anträge der Ortschaft liegen seit 10 Jahren vor
  • Mehr Lehrerparkplätze schaffen (Platz vorhanden)
  • Schulhöfe vergrößern
  • Aktivierung der Busverbindung Ortenberg / Fessenbach nach Zell-Weierbach
  • Beförderungs-Kooperation mit Durbach und Ebersweier erforderlich
  • Fridays für Future (keine Elterntaxi)

Informationen aus der Sondersitzung des Ortschaftsrates Zell-Weierbach,

(mit den Ortschaftsräten Fessenbach und Rammersweier) vom 13.02.2019:

Schulentwicklung Oststadtschulen: Vortrag von Herrn Bürgermeister Kopp

und Entscheidung des Ortschaftsrates über Standort Erich-Kästner-Realschule

Ortsvorsteher Wunsch begrüßt alle Teilnehmer, insbesondere die Schulleiterinnen der Anne-Frank-Schule (AFS-Schule), Weingartenschule (WS) und Erich-Kästner-Realschule (EKS), sowie die Vertreter des Elternbeirates. Er erläutert den Ablauf der Sitzung und gibt das Wort weiter an Herrn Kopp. Herr Kopp erläutert anhand einer Power-Point-Präsentation die Beschlussvorlage der Stadt Offenburg, die am 25.02.19 dem Gemeinderat vorgelegt werden soll. Er weist darauf hin, dass die gesamte Schulsituation zu beachten ist und nicht nur Zell-Weierbach. Letzten Endes entscheidet über die Standortfrage der Gemeinderat. Er stellt alle Varianten vor und geht insbesondere bei den Varianten 3 (Schauenburgstraße) und 5 (Zell-Weierbach) auf die Vor- und Nachteile ein. Grundsätzlich sind beide Varianten machbar. Die Verwaltung sieht bei Variante 3 das kleinere Risiko.

Nach dem Vortrag gibt die Schulleiterin der AFS-Schule Frau Müller ihre Stellungnahme ab. Sie befürwortet die Variante 3.

Frau Kirn, Rektorin der Weingartenschule, gibt auch ihre Stellungnahme ab. Sie erklärt, dass sie für beide Varianten offen ist, aber bei der Variante 5 befürchtet sie massive Einschränkungen für ihre Schule. Danach spricht Frau Kollek als Elternvertreterin der Weingartenschule. Sie erklärt, dass die geforderten Punkte der WS unbedingt eingehalten werden müssen. Frau Wadenpohl, Rektorin der EKS, spricht im Namen aller Eltern und sieht in der Variante 5 aus pädagogischer Sicht sehr große Chancen. Ebenfalls diese Meinung teilt Herr Sättler, Vorsitzender des Gesamtelternbeirates und Vorsitzender Elternbeirat EKS. Der Elternbeirat kann sich beide Varianten vorstellen. Ortsvorsteher Wunsch bedankt sich für die Stellungnahmen und eröffnet die Möglichkeit Fragen zu stellen. Nachdem Herr Kopp die Fragen beantwortet hat sprechen die Ortsvorsteher. Ortsvorsteher Wunsch spricht sich für Variante 5 aus und teilt mit, dass der Leiter des Bunten Hauses Herr Basler sich ebenfalls für Variante 5 ausspricht. Ortsvorteher Hurst aus Rammersweier spricht sich ebenfalls für Variante 5 aus und sieht eine große Chance für das Rebland. Ortsvorteher Litterst von Fessenbach bevorzugt auch die Variante 5, allerdings mit Änderungen des Beschlusses.

Herr Kopp widerspricht den Aussagen von Frau Wadenpohl und Herr Hurst bezüglich Kasernenbau und Schulhof. Er erläutert, dass nach der Entscheidung ein Ausarbeitungsprozess mit den Betroffenen beginnt und die Einhaltung der Vorgaben überwacht wird. Die Gemeinden Durbach und Ortenberg haben sich aus verkehrlichen Gründen so entschieden. DerSchulhof der AFS wird nicht von Realschülern überflutet. Die Bürgerschaft ist zu hören, Verkehrsthematik: zusätzliche Belastungen müssen ausgehalten werden. Lenkungsgruppe hat Änderungen von OV Wunsch in den Bewertungen angepasst.

OR Wagner spricht für den Ortschaftsrat Zell-Weierbach. Ebenfalls sprechen OR Wernke für die BLZW-Fraktion, ORin Metzler(SPD) und OR Schmidt (CDU). Die Rednerprotokolle können auf unserer Homepage eingesehen werden.

OV Wunsch trägt die Beschlussvorlage der Ortsverwaltungen und der Fraktionen vor.

Abstimmungsergebnis des Ortschaftsrates Zell-Weierbach:

Ja-Stimmen: 14

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 0

Abstimmungsergebnis des Ortschaftsrates Rammersweier:

Ja-Stimmen: 8

Nein-Stimmen: 1

Enthaltungen: 0

Abstimmungsergebnis des Ortschaftsrates Fessenbach:

Ja-Stimmen: 7

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 1

Herr Kopp erläutert nochmals, dass eine ausgewogene Vorlage vorgelegen hat.

Er versichert, dass die Stadt hinter jeder Entscheidung steht, die im Gemeinderat getroffen wird.

Ortsvorteher Wunsch spricht das Schlusswort.

Nächste Sitzung: Mittwoch 20.03.2019, 18.00 Uhr Rathaus